Strafanzeige
gegen
Tinder / Match Group, Inc.
sowie gegen unbekannte verantwortliche Personen

Polizei: 202501336751
Amtsg.NRÜ :61 GS 23/25
Sta. : 2011 Js 130451/25
Vorgangsnummer 202501386856
wegen des Verdachts auf
– falsche Verdächtigung (§ 164 StGB)
– üble Nachrede / Verleumdung (§§ 186, 187 StGB)
– Nötigung (§ 240 StGB)
– Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
– ggf. weiterer Delikte
Sachverhalt
Ich erstatte Strafanzeige, da mir durch die Plattform Tinder wiederholt konstruierte Gewaltvorwürfe zugeschrieben bzw. implizit unterstellt wurden, ohne dass mir konkrete, überprüfbare Tatsachen, Inhalte oder Belege vorgelegt wurden.

Konkret kam es zu folgenden Vorgängen:
- Mein Account wurde ohne transparente Begründung eingeschränkt / gesperrt.
- Als Begründung wurden pauschale Hinweise auf angebliche „Gewalt“, „Sicherheitsverstöße“ oder vergleichbare Vorwürfe genannt.
- Konkrete Handlungen, Gesprächsinhalte, Zeitpunkte oder beteiligte Personen wurden trotz Nachfrage nicht benannt.
- Eine sachliche Anhörung oder Möglichkeit zur Stellungnahme fand nicht statt.
- Die Vorwürfe wirken konstruiert, standardisiert und dienen offenbar der Rechtfertigung von Maßnahmen ohne tatsächliche Tatsachengrundlage.
Durch dieses Vorgehen entsteht für mich der Eindruck, dass Gewaltvorwürfe missbräuchlich verwendet werden, um Nutzer ohne rechtsstaatliches Verfahren zu sanktionieren.

Rechtliche Würdigung
Das Verhalten erfüllt aus meiner Sicht den Verdacht einer falschen Verdächtigung, da mir schwerwiegende Vorwürfe zugeschrieben werden, ohne dass ein nachprüfbarer Sachverhalt existiert.
Zudem liegt eine Verletzung meines Persönlichkeitsrechts vor, da mir implizit ein gewalttätiges Verhalten zugeschrieben wird, was geeignet ist, meinen sozialen Ruf und meine berufliche Integrität zu schädigen.
Das Vorgehen ist zudem geeignet, nötigenden Charakter zu entfalten, da durch die Androhung oder Umsetzung von Sperren Druck ausgeübt wird, ohne dass mir eine rechtliche Verteidigung möglich ist.
Beweismittel
– Schriftverkehr / Systemnachrichten von Tinder
– E-Mail-Kommunikation mit dem Support
– Screenshots der Sperrhinweise
– ggf. Zeugenaussagen
Antrag
Ich beantrage,
- die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die verantwortlichen Personen,
- die Prüfung, ob systematisch unbelegte Gewaltvorwürfe zur Durchsetzung von Plattformmaßnahmen eingesetzt werden,
- die Feststellung, ob hier ein struktureller Missbrauch von Sicherheitsmeldungen vorliegt.
Ergänzender Sachverhalt: Diskriminierung und Löschung von Impfkritik
Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die Plattform Tinder Nutzer gezielt sanktioniert, sperrt oder löscht, wenn diese impfkritische oder regierungskritische Positionen äußern, auch wenn diese:
– sachlich formuliert sind
– nicht beleidigend oder gewaltfördernd sind
– im Rahmen der Meinungsfreiheit liegen
In meinem Fall steht die Sperrung bzw. Maßnahme zeitlich und inhaltlich im Zusammenhang mit der Äußerung impfkritischer Inhalte. Diese Inhalte stellten weder eine Aufforderung zu Gewalt noch eine Bedrohung dar, sondern waren Ausdruck persönlicher bzw. politischer Meinungsäußerung.
Statt einer transparenten inhaltlichen Auseinandersetzung wurden pauschale Sicherheits- oder Gewaltvorwürfe vorgeschoben. Dies legt nahe, dass Meinungsäußerungen nach politischer Opportunität als „Gefahr“ umetikettiert werden.
Rechtliche Einordnung (Ergänzung)
Dieses Vorgehen begründet zusätzlich den Verdacht:
– der Diskriminierung aufgrund politischer Anschauung
– der mittelbaren Zensur durch private Plattformen mit quasi-öffentlicher Reichweite
– der Umgehung rechtsstaatlicher Standards durch automatisierte oder ideologisch motivierte Moderationsmechanismen
Insbesondere ist zu prüfen, ob hier systematisch impfkritische Positionen unter dem Deckmantel von „Sicherheit“ oder „Gewaltprävention“ entfernt werden, ohne dass ein realer Gefahrenbezug vorliegt.
Erweiterter Antrag
Ich beantrage zusätzlich die Prüfung,
ob die Plattform Tinder
– politisch unerwünschte Meinungen selektiv sanktioniert,
– Gewaltbegriffe missbräuchlich ausweitet,
– und damit Grundrechte faktisch unterläuft.
Daniela Pieper